Der Mund – Spiegel der Gesundheit

Gesund beginnt im Mund. Der Mundraum ist der Spiegel der gesamten körperlichen Gesundheit und nicht nur der Ausgangspunkt zahlreicher Zahn-, Zahnfleisch- und Mundschleimerkrankungen.

Die regelmäßigen Kontrolltermine beim Zahnarzt sollten Standard sein, wenngleich es immer noch nicht von allen Patienten ausreichend gemacht wird. Die Besuche beim Zahnarzt sind aber nicht nur essentiell fürs frühzeitige Erkennen von Erkrankungen im Mundraum, sondern haben viel weitreichendere Auswirkungen. So besteht ein Zusammenhang zwischen Parodontitis und koronaren Herzkrankheiten. Ebenso zwischen der Zahnbetterkrankung und Erkrankungen mit immunologischen Hintergrund. Dazu zählen Rheuma oder Psoriasis. Auch Vitaminmangel, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Syphilis oder einige Blutkrebsarten sind in Veränderungen der Mundschleimhaut erkennbar.

Besonders weitreichend sind auch Funktionsstörungen des Kiefergelenks. „Ist das fein aufeinander abgestimmte Kausystem gestört, können dauerhafte Ohr-, Kopf- oder Nackenschmerzen die Folge sein“, erklärt Dr. Uta Janssen, Zahnärztin aus Berlin-Tempelhof. Auch psychischer Stress hinterlässt seine Spuren im Mundraum. Das Knirschen oder Pressen mit den Zähnen nachts oder in Stresssituationen sorgt nicht nur für Zahnabrieb und Schäden an den Zähnen, sondern auch für Kopfschmerzen.

Der moderne Zahnarzt ist daher für viel mehr zuständig als nur die Beseitigung von Zahnschäden und -schmerzen. Neben der Herstellung von Knirscherschienen kann beispielsweise bei Funktionsstörungen des Kiefergelenks auch die Verordnung von Physiotherapie ratsam sein. Gleiches gilt für weitere Erkrankungen, bei denen unter Umständen das Hinzuziehen weiterer Fachärzten notwendig sein kann.

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