{"id":69,"date":"2019-06-26T12:39:15","date_gmt":"2019-06-26T10:39:15","guid":{"rendered":"http:\/\/zahnarztpraxisluftbruecke.de\/?p=69"},"modified":"2022-02-23T17:27:24","modified_gmt":"2022-02-23T16:27:24","slug":"koennte-plastik-zu-kreidezaehnen-bei-kindern-fuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zahnarzt-in-tempelhof.de\/en\/koennte-plastik-zu-kreidezaehnen-bei-kindern-fuehren\/","title":{"rendered":"K\u00f6nnte Plastik zu \u201eKreidez\u00e4hnen\u201c bei Kindern f\u00fchren?"},"content":{"rendered":"<h2>Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter MIH, die den Zahnschmelz verf\u00e4rbt und erodieren l\u00e4sst. Nun liefert eine US-Studie Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Aufnahme von Plastikpartikeln.<\/h2>\n<div id=\"attachment_314\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-314\" class=\"size-full wp-image-314\" src=\"https:\/\/www.zahnarztpraxisluftbruecke.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/AdobeStock_255343558-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" srcset=\"https:\/\/www.zahnarzt-in-tempelhof.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/AdobeStock_255343558-scaled.jpeg 2560w, https:\/\/www.zahnarzt-in-tempelhof.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/AdobeStock_255343558-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.zahnarzt-in-tempelhof.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/AdobeStock_255343558-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/www.zahnarzt-in-tempelhof.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/AdobeStock_255343558-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.zahnarzt-in-tempelhof.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/AdobeStock_255343558-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/www.zahnarzt-in-tempelhof.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/AdobeStock_255343558-2048x1365.jpeg 2048w, https:\/\/www.zahnarzt-in-tempelhof.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/AdobeStock_255343558-624x416.jpeg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-314\" class=\"wp-caption-text\">Plastic kitchen food containers in the store of household goods<\/p><\/div>\n<p><!--more-->Seit Ende der 1980er-Jahre besch\u00e4ftigt sich die zahnmedizinische Forschung mit einem Ph\u00e4nomen, das bis heute nicht durchdrungen wurde. Zuerst trat es bei den Jahrg\u00e4ngen um 1970 auf, bis heute aber schwoll der Anteil der betroffenen Kinder und Jugendlichen deutlich an. Die Rede ist von der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH), bekannter als \u201eKreidez\u00e4hne\u201c oder auch \u201eK\u00e4se-Molaren\u201c.<\/p>\n<p>Nach j\u00fcngsten Erhebungen leidet in Deutschland bereits fast jeder dritte Zw\u00f6lfj\u00e4hrige unter MIH. \u201eRund zwei Drittel der Betroffenen k\u00f6nnen ganz gut damit leben, da bei ihnen nur eine leichtere Auspr\u00e4gung vorliegt. Doch f\u00fcr das Drittel der MIH-Patienten mit schwerer Symptomatik \u2013 und f\u00fcr deren Familien \u2013 wird der Alltag oftmals zu einer gro\u00dfen Herausforderung\u201c, erl\u00e4utert Dr. Uta Janssen von der Zahnarztpraxis an der Luftbr\u00fccke in Berlin-Tempelhof.<\/p>\n<p>MIH f\u00fchrt zu einer Unterversorgung des Zahnschmelzes von Schneide- und Backenz\u00e4hnen mit Kalzium und Phosphat. Als Folge daraus entstehen nicht nur unsch\u00f6ne Verf\u00e4rbungen durch Eiwei\u00dfablagerungen; der Zahnschmelz wird auch por\u00f6ser und verliert dadurch an Widerstandskraft. Kariesbakterien k\u00f6nnen leichter eindringen, ebenso Schmerzreize wie Hitze oder K\u00e4lte. Besonders t\u00fcckisch: Wegen der erh\u00f6hten Schmerzempfindlichkeit wird das Z\u00e4hneputzen zur Tortur, w\u00e4hrend MIH-gesch\u00e4digte Z\u00e4hne aber aufgrund ihrer Anf\u00e4lligkeit besonders intensive Pflege brauchen.<\/p>\n<p><strong>\u201eHauptschuldiger\u201c identifiziert?<\/strong><br \/>\nAuf der Suche nach den Ursachen f\u00fcr MIH tappen die Forscher bislang weitgehend im Dunkeln. US-amerikanische Wissenschaftler glauben allerdings nun, den \u201eSchuldigen\u201c f\u00fcr das grassierende Leiden ausfindig gemacht zu haben: Bisphenol A (BPA), ein Bestandteil zahlreicher Plastikartikel, von Geschirr \u00fcber Brotdosen bis hin zu Trinkflaschen.<\/p>\n<p>Die Forscher stellten fest, dass die Aufnahme von BPA im Kleinkindalter die Zahnschmelzbildung beeintr\u00e4chtigt. Je mehr BPA, desto schw\u00e4cher die Zahnhartsubstanz, so das grobe Fazit. Davon ausgehend vermuten die Studienautoren einen Zusammenhang zwischen BPA und MIH.<\/p>\n<p>Unumstritten ist diese These allerdings nicht; das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung beispielsweise sieht keinen klaren Beleg f\u00fcr einen urs\u00e4chlichen Zusammenhang. Verbrauchersch\u00fctzer hingegen fordern auf Basis dieser und weiterer Studien ein rasches Verbot von BPA. Wer auch immer recht hat: Eltern von Kleinkindern sind sicherlich nicht schlecht beraten, wenn sie ihren Nachwuchs m\u00f6glichst wenig mit BPA-haltigem Plastik in Kontakt bringen.<\/p>\n<p>Foto: Adobe Stock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter MIH, die den Zahnschmelz verf\u00e4rbt und erodieren l\u00e4sst. Nun liefert eine US-Studie Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Aufnahme von Plastikpartikeln. 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